Wiesenrispengras: der Klassiker auf Spielfeldern
Wiesenrispengras ist seit vielen Jahren die bevorzugte Grassorte auf Spielfeldern. Die steifen Blätter und die starken Wurzeln (Rhizome) sorgen für einen sehr robusten Rasen, der nahezu unverwüstlich ist. Der Druck auf Spielfelder hat im Laufe der Jahre immer weiter zugenommen. Wiesenrispengras (Poa pratensis) sorgt seit Jahren für qualitativ hochwertige Spielfelder, ist aber nicht mehr die einzige Grassorte, die diese Qualität bieten kann.
Timing und Geschwindigkeit
Bei der Einsaat von Wiesenrispengras auf Spielfeldern ist es schwierig, ein gutes Timing zu finden. Das Gras benötigt nämlich viel Zeit, sich zu etablieren. Es ist daher notwendig, die ideale Periode mit den damit verbundenen guten Wetterbedingungen zu suchen. Es ist daher nur möglich, außerhalb der Spielsaison, von Mai bis August, anzusäen.
Da sich die Wiesenrispe erst spät etabliert, hat das Einjährige Rispengras die Möglichkeit, sich überall einzunisten. Wenn sich das Einjährige Rispengras einmal etabliert hat, ist es schwierig, es wieder loszuwerden und das Spielfeld kann schnell ruiniert sein.
Zur Bekämpfung der Einjährigen Rispe benötigt man ein Produkt, das sich mindestens genauso schnell etabliert, aber dennoch genauso stark ist. Ein Beispiel dafür ist das selbstregenerierende Deutsche Weidelgras RPR.

Nachsäen mit Wiesenrispengras
Das Ziel der Nachsaat ist die schnelle Regeneration der Grasnarbe. Es sollte klar sein, dass dies bei Wiesenrispengras keinen Sinn macht. Die meisten Grasmischungen, die Wiesenrispengras enthalten, enthalten mindestens einen gleichen Anteil an Deutschem Weidelgras. Wenn mit diesen Mischungen nachgesät wird, geht nur das Deutsche Weidelgras auf. Das Wiesenrispengras keimt also einfach zu langsam und dann ist es schon zu spät. Der große Vorteil der Wiesenrispe bleibt die Robustheit. Diese wird jedoch auch durch RPR erreicht. RPR geht dagegen viel schneller auf und ist dementsprechend vor allem für die Nachsaat viel besser geeignet.
