Grünland nach Mäuseschäden wiederherstellen
Mäuse können auf Grünlandflächen enorme Schäden verursachen. Besonders in relativ trockenen und milden Wintern haben sie freie Bahn. Aus ihren unterirdischen Gängen fressen sie die Wurzeln der Pflanzen an. Das Ergebnis: kahle Stellen im Grünland, auf denen Unkräuter und minderwertige Gräser (wie Rispengras) ihre Chance nutzen. Wenn man nichts unternimmt, erntet man im Frühjahr weniger Grundfutter – und die Futterqualität verschlechtert sich deutlich.
Schäden früh im Frühjahr beheben
Handeln Sie früh im Frühjahr, um die Schäden zu beheben und Futterverluste zu begrenzen. Je nach Ausmaß der Mäuseschäden können Sie die Fläche entweder neu einsäen oder nachsäen. Der Zeitraum von Februar bis Mitte März eignet sich dafür besonders gut. Welche Grasmischung Sie wählen, hängt davon ab, wie die Fläche in Ihrem Milchviehbetrieb genutzt werden soll. Ihre Grundfuttersituation und Ihr Anbauplan sind dabei entscheidende Faktoren für die richtige Wahl.

Schritt-für-Schritt-Plan zur Wiederherstellung von Grünland nach Fraßschäden
Schritt 1: Beurteilung der Fläche
Ist eine Wiederherstellung noch möglich, oder enthalten die Flächen so viele Unkräuter und/oder minderwertige Gräser, dass eine Neueinsaat sinnvoller ist? Verwenden Sie dabei folgende Faustregel:
Neueinsaat bei:
- weniger als 60 % wertvollen Gräsern
- mehr als 20 % Quecke
- Strukturschäden durch Mäusefraß
Nachsaat bei:
- 60–80 % wertvollen Gräsern
Schritt 2: Bodenbearbeitung
Eine gute Bodenbearbeitung ist entscheidend für eine erfolgreiche Wiederherstellung des Grünlands. Besprechen Sie die Vorgehensweise mit Ihrem Lohnunternehmer. In der Vergangenheit wurden mit dem Overtop-Fräser sehr gute Ergebnisse bei der Neueinsaat erzielt.
Schritt 3: Unkrautbekämpfung
Für die Unkrautbekämpfung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung:
Ist der Unkrautdruck gering?
Wählen Sie dann eine mechanische Methode, zum Beispiel Striegeln. Entfernen Sie das Unkraut und abgestorbenes organisches Material.
Ist der Unkrautdruck hoch?
Entscheiden Sie sich für eine chemische Unkrautbekämpfung.
- Mauer kann früh im Frühjahr mit Mitteln bekämpft werden, die auch bei niedrigen Temperaturen wirksam sind.
- Quecke lässt sich während der Vegetationsperiode deutlich effektiver bekämpfen. Warten Sie nach der Behandlung mindestens eine Woche, bevor Sie die Fläche neu ein- oder nachsäen.
Entscheiden Sie sich dafür, zuerst nachzusäen und danach Unkraut zu bekämpfen?
Warten Sie dann zwei Wochen nach der Nachsaat, bevor Sie mit der Unkrautbekämpfung beginnen.
Schritt 4: Wählen Sie die richtige Grasmischung
Der Ausgangspunkt für die Graswahl ist immer die Frage, wie der Kunde die Fläche künftig im Milchviehbetrieb nutzen möchte. Berücksichtigen Sie bei der Beratung zudem die Grundfuttersituation und die betrieblichen Futterbedürfnisse.

Sehr hoher Ertrag und Bodenverbesserung


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